Samstag, 16. Februar 2008

DA! n Que?

Danke.

betonbambi

Manchmal muss man dem Jetzt, dem Da, dem Moment, dem Augenblick, dem Atemzug einfach :D.A.N.K.E: sagen.
Ich weiß JETZT ist ein guter Zeitpunkt.
Ich sage es.... im Stillen.... und im Lauten: Danke!
Genug Gutes passiert in und um mich, ich freue mich über die positiven Schwingungen die es um ihrer selbst willen tun und über die Sonnenstrahlen die gar nicht anders können als zu wärmen....
Hmm.. ich glaube ich muss Ton wechseln...
Ich höre schon die klappernden Tastaturen und das gestöhnte Unwort: Neoesoterik! Das soll schlimmer sein als Neokonservativ, so hat ein Politologe mir neulich erklärt. Woran das liegt, das kann ich nicht mehr genau nacherzählen, das war ziemlich viel Rhetorik. Es liegen Nebel dazwischen. Aber umso besser erinnere ich mich an einen weiteren Vertreter des selben Fachs, der gestern offen eingestanden hat, dass er ein Obama Boy ist. Die weibliche Form ist im Netz ja bereits Kult: Das OBAMA GIRL. Und auch wenn wir in den Uh Ess of Ah! nicht wählen und spenden dürfen, ein kleiner Trostpflaster bleibt, denn München wählt ja jetzt auch. Wieso ich keine Wahlunterlagen bekommen habe, das steht auf einem anderen Blatt, aber es gibt sowieso nur einen Spruch in dieser Kampagne der gut genug ist, gezeigt zu werden (denn die Plakate mit dem kleinen arischen Jungen und dem dazugemalten schwarzen Oberlippenbart habe ich NOCH nicht fotografiert):
gruenanlage

Mehr brauchen wir dazu eigentlich nicht sagen, oder?
Doch: Tanzt tanzt tanzt tanzt! Und am Besten aus der Reihe!
Mit Gruß und Knixxx der dAn in Phantasistan

bierschnitte

Letzter Sonnenstrahl
und Bagdad wird süß
Letzte Hoffnungstage
Teetrinker in müd
Letzte Wonnenwahl
Nord liegt auf Süd
Letzte
und letzte
und
letzte
.
Was soll's
?
Es setzte sich
die Aufregung
nach ein paar Längen
wurde Bodensatz
und damit zum
Qualitätskennzeichen
der werterhaltenden
Herstellung

dAn1644160208 Forstenried

Mittwoch, 13. Februar 2008

Demo und Strato und Tion

In der Schule wurde uns Demokratie gelernt.
Sie war als die einzig mögliche Antwort auf die Grauen der im unisono !Heil! schreienden Massen gelobt worden. Wir wurden mit demokratischer Propaganda geimpft und zu Diskussionsfreudigkeit, Multilateralismus, Respekt und Toleranz, bürgerlicher Initiative und Wahlbereitschaft erzogen.
Vor ein paar Tagen demonstrierte München gegen die Sicherheitskonferenz.
Turm_Fahne und weil wir in der Schule aufgepasst hatten und wussten, dass es wichtig ist, dass man seine Meinung sagt, sind wir natürlich alle hingegangen.
In der Schule hatten wir auch gelernt, dass die Polizei unser Freund sei. Unsere Freunde waren auch dabei, bei dieser urdemokratischen Ausdrucksform der Redefreiheit. Das war schön von ihnen, so dachte ich, aber spätestens als ich bereits zur Mittagszeit kurz vor dem Marienplatz vom Fahrrad gezogen wurde, war ich mir nicht mehr so sicher. Als dann im Abendgrauen ein Pfosten mit Überwachungskameras der Mariensäule Konkurrenz machte, wollte manch einer lieber gegen die Überwachung statt für den Frieden demonstrieren.
Demobier
Denn das mit dem Frieden ist ja auch immer so eine Sache, wenn der iranische Redner zugleich gegen Israel wettert und die Münchener Kurden mit den Ikonen ihrer bewaffneten Befreiungshelden auflaufen. Aber wir waren zutiefst friedlich, guter Dinge und fanden an beiden Kundgebungstagen genügend zum Lachen.
Lachen-auf-der-Demo
Medienwirksam und nennenswert waren natürlich die Sargdamen, die der SZ auch ein Interview gegönnt haben. Big respect für eine Generation, die sich angegraut auf die Straße stellen und mehr Kreativität beweisen als alle jüngeren Generationen gemeinsam!
Sargdamen_Demo
So gab es zwar ein paar visuelle Höhepunkte, doch akustisch wurden wir an beiden Tagen eher enttäuscht. Antikriegshiphop oder Straßenpunk... ich weiß nicht... es wurde nicht warm für die Ohren aber dafür ganz live und ganz nah.
bushbaya_demo
Geblieben ist ausser den spärlichen Zeitungsartikeln, den immer noch nicht weggeräumten Absperrgittern in der Innenstadt und ein paar Fotos (von mir auf meinem Speicher und alle Demonstranten auf den Apparaten der Gesetzeshüter) kaum etwas.
Doch. Ein paar kopfgeschüttelte Fragen: Wieso kommt ihr in Kampfmontur, liebe Freunde? Selbst die Hausfrau neben mir wurde wütend, nur weil ihr eure Robocop-Montur noch nicht fürs nächste Fasching eingemottet hattet. Wieso seid ihr so viele? Ich weiß, ihr wollt unbedingt gewinnen, aber halb soviele und euer Sieg wäre glorreicher gewesen, eure steuerlich gestützte Kriegskasse halb so leer. Wir haben für den Frieden demonstriert und ihr habt euch für den Krieg angezogen. Lasst doch das nächste Mal eure Kampftruppen im Hinterhalt und zeigt euch doch zumindest vorne lieb und friedlich... es braucht ja nicht jeder zu wissen, dass bei euch so ein hohes Gewaltpotential herrscht...

Ein Graffiti von einem der besten Avantgarde Künstlern des Planeten: Banksy
<br />
www.banksy.co.uk
Bild: Banksy

Und zu dieser sinnlosen, hirnrissigen und infantilen Gewaltspirale noch ein zweites kopfgeschütteltes Fragezeichen an unsere Nervenzentren in den Nachrichtenorganen, die Redakteure der werten überregionalen Tageszeitungen: Ihr berichtet kaum. Wir waren viele und wir waren friedlich und wir waren euch weniger Spucke wert, als ein alter Herr, der mittelmäßige Konferenzen organisiert hat und nun aufhört. Wieso ist es nicht so, wie es uns in der Schule gelehrt wurde? Wieso reicht ein lauter Schrei aus tausenden Kehlen nicht aus? Wieso verlangt ihr das, wofür die Herren und Damen der Sicherheit in Strampelanzüge geschlüpft waren? Wieso berichtet ihr nur lang und breit wenn Pflastersteine und Blut und Dummheit siegen?
Tja. Diese letzten Zeilen mussten leider sein, nach dem Motto: Statt dumm bleiben, immer Fragen stellen. Mal sehen ob es jemals Antworten geben wird. Bis dahin gehen sicherlich noch viele Blogeinträge ins Land und ich verabschiede mich mit einer lyrischen Wende dieses recht Fragezeichen-lastigen Beitrags.

Kunstaka

Tausende
und du spürst es nicht
Tausende
und du fühlst es nicht
Tausende
und du hörst es nicht
Tausende
und es trügt die Sicht

Aussen der Ring und die grünen Massen
-Münchens schlechteste Grünanlage-
und ohne Antwort bleibt die Frage
wieso kann Macht nie ablassen
mit Gewalt Kontroll erfassen
nicht mehr loslassen
aufaufaufaufaufpassen
Massen gegen Massen
!SSTOPP!
Zeit Gedanken zu haschen:

Sophie. Ich denke an Sophie.
Was wäre wenn.
Weiße Rose. Ich vergess es nie.
Jedesmal wenn sie
marschieren in martialisch
seh ich Doppelbild auf bestialisch
und grüne Uniformen
werden schwarz tänzelnd
und blutig glänzend
Frage:
Wie wären sie wenn
ohne Maulkorb
und in voller Fleischeslust
Wäre ich denn
so mutig
wie noch nie,
Sophie?

rotgesicht

Donnerstag, 7. Februar 2008

Science Fiction in poetic diction?

Die Rückkehr aus Natur und körperlicher Arbeit an den Schreibtisch, sie bringt stets ein frühlingshaftes Treiben mit sich. Die kästchenförmigen Augen nimmt dAn dabei gern in Kauf.

sonnenbaeume

Die Übersetzungsarbeit an Auszügen von Federico Italianos "Die Invasion der Riesenkrabben" ist abgeschlossen. Ich wünschte, dasselbe könnte von den Vorbereitungen zur Ausstellung "diarios mexicanos – eine reise in wort & bild" gesagt werden. Geplant ist München und Südtirol. In München im Café des HEI in Haidhausen und in Südtirol in der Galerie Martin Geier Algund.

stadtrand

Während die Ausstellung im architektonischen Glanz der Südtiroler Galerie wohl aus gesundheitlichen Gründen verschoben werden muss, erhoffen sich meine Texte und Fotos in München ab 04.04.08 aufmerksame Gäste. Doch ist die Wahl aus einigen tausend Fotos und fünf Schmierheften Text (zum Glück dreisprachig, dadurch halbiert sich die Menge der deutschsprachigen Auswahlsmöglichkeiten) eine deutliche Qual. Dazu kommen noch sämtliche Überlegungen zur Präsentation...

loeffel

In solchen Fällen behilft sich die Kreativität damit, Ausflüchte zu finden. Und so tippe ich gerade an einem Text für eine etwas ungewöhnliche Ausschreibung, die ganz nach meinem Geschmack ist: Literatur, die sich nicht an den greinenden Stellen unserer Schmierseifengesellschaft vorbeischummelt. Das Genre ist mir fremd, das Thema leider nicht und so werde ich schicken, was schickenswert mir scheint. Findet Wien dies dann nicht druckenswert, dann freut sich dieser Blog und wird zum alternativen Publikationsstandort. Bis dahin gibt es weiter gerade Geschriebenes und schnell Gelesenes.


Walwarnung

Gelesenes: 3. Strophe aus Christian Morgenstern "Galgenbruders Lied an Sophie, die Henkersmaid" in: Galgenlieder

Sophie, mein Henkersmädel,
komm, schau mir in den Schädel!
Die Augen zwar,
sie fraß der Aar -
doch du bist gut und edel!


heizkraftwerk

Geschriebenes:

Im Gestern ein Heute das Morgen traf
sich mit Eiertomaten dreckig warf
doch trotzig nur hörte wenn Graf
vor Namens Ruf in den Hallen wallte
Echo knallte zum Neuen das Alte
doch verlor es sich trotzdem in Zeitenfalte
und einer Spalte zwischen zwei Saiten der Harf
Letzter Klang tönte scharf
und schwang dennoch kühl bei Bedarf
als im Westen die Meute mit dem Osten ganz brav
Eiertomaten auf letzte Zeilen warf

dAn 1335070208

Sonntag, 3. Februar 2008

Anfangen, das ist wie flirten

Mann weiß nie wo er landet.
Venus, Hölle, auf einer einsamen Eisscholle im Polarmeer ins kühle Kleid der Liebe gehüllt...
winterfeld
Bisher habe ich diese Blog-Möglichkeit allein für Reiseberichte wie jenem über Mexiko, Cuba, Jamaica, Belize und Guatemala; sowie jenem über das Hundeschlittenrennen in den Pyrenäen genutzt. Hiermit ändert sich dies.
superbillig
In "Minga is a city" kommt alles rein und zwar vielsprachig. Alles, was mir über den Weg, die Leber, den Sinn oder vor die Linse läuft in dieser Stadt, die sich für eine Metropole hält und dabei gerne Dorf bleibt. Diese Stadt, die ich zu bewohnen gelernt habe, die ich zum Studieren liebe und die mich literarisch weit geöffnet hat.

leiste

08 hat mich bisher zweimal aus ihrem Schoß herausgeführt (Mainz und Pyrenäen) und ob es Flucht ist, oder nur die Rastlosigkeit eines Menschen, der die Hälfte des verflossenen Jahres unterwegs verbrachte, das sollen andere entscheiden.
Für den Anfang reicht ein jähes Ende mit einer kurzen Betrachtung während der letzten Heimkehr:


& sie wippen
& sie tippen
ja sie mustern
& sie plustern
HA!
sie schweigen
& sie treiben
ihre blicke tief
in dein weiches fleisch
ubahnfahrer
bedrücken
mich


dAn U6 Sendlinger Tor mittags010208

Und nun wünsche ich einen guten Start in neue Arbeitstage und hoffe, dass alle ordentlich feiern durften.

Filmparty
[Foto: KH]

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Hier gehts weiter!
Meine lieben Leserinnen und Leser, werte Augen an diversen...
-dAn- - 18. Jan, 17:03
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Mangels Speicherplatz und Zeit schweigt der Blog...
-dAn- - 23. Okt, 03:25
Zwei Wochen.
Ich fuhr also gen Italien um in meinem Pflichtbewusstsein...
-dAn- - 21. Apr, 11:28
Diarios Mexicanos
[Foto: Knödel] Yesterday was the night. Vernissage...
-dAn- - 6. Apr, 01:29
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-dAn- - 2. Apr, 17:43

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