Auswärtsspiel und zurück: Meran-München-Berlin-München

Tach.
So. Ich war da und dort und nun bin ich zurück und nichts hat sich geändert.
Aus der Kellerdiskothek in Meran dank Stromausfalls rechtzeitig nach Haus (3:00 am) und ab in den Bus (4:20 am). Meine Sitznachbarin tat mir zwar leid, aber ich schlief mit einer einzigen Unterbrechung von Meran nach München durch. Selten so schnell und komfortabel gereist.

München zeigte sich bei bester Sonnigkeit und der Abend wartete mit einer Feier der Superlative in meiner ehemaligen WG auf. Sie haben eindeutig bewiesen, dass in diesen Mauern auch heute noch feinste Feste steigen können. Aber rein visuell zeigen wir lieber München auf dem Hinweg:

Am Montag ging es dann auch schon weiter.
Bär Lin!
Vorstellungsgespräch in Potsdam und genügend Zeit um wieder ein wenig einzutauchen in die Stadt des Hauptes. Zuviele Bilder wollten gemacht werden. Wie ich die jetzt unterbringe, das ist mir noch nicht ganz klar. Klare Sicht hat auf jeden Fall das erste Bild:

Und das zweite verlangts zwar, aber ob das was bringt, das steht auf allen anderen Fenstern fett durchgestrichen.

Naja. Alles halb so wild: Seit man Bilder umschneiden äh.. ich meine rändern, ändern kann, seitdem ist das doch alles ganz einfach. Ich hätt dann gern den Strich von Miro ohne Strich, danke.

Mit dem Nichts hatte auch Putenquark zu kämpfen. Wir zogen bei Sonnenschein und kühler Brise durch Mitte und siehe: Selbst wenn wir schreiben: Es gibt nichts zu lesen.

Also weg mit dem ganzen Datenmüll und den vollgekritzelten Messibüchern, autsch! Tagebücher, Poetenbücher, Kritzelbücher. Diese modernden Hoffnungen auf absolute Berühmtheit. Hoffen auf den Tag wo ein junger Literaturwissenschaftsstudent nichts besseres zu tun hat, als abzugleichen ob die gedruckte Endversion mit der ersten Kritzelei im Notizblock 375 noch was zu tun hat und sich bei jeder Diskrepanz wie ein Tofuschnitzel freut.
Also Mut zum Wegschmeissen, denn selbst das macht in Berlin Spaß. Nein. Poesie.

Aber so, wie irgendwann immer Nacht wird und irgendwie alles ein Ende hat, so war es dann auch mit diesen Auswärtsspielereien.
Eins zu zwei. Meran gibt sich rein Partytechnisch München geschlagen, wenngleich es ein höchst aufregendes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten war.
Drei zu eins. Berlin fegt rein Graffititechnisch und im Sinne der Poesie des Alltags München ganz einfach vom Platz, aber wie Bild Nummer zwei von der Brudermühlbrücke zeigt: Alles ist noch nicht verloren, Potenz und Lineal sind da.

Zurück. Hoch Zeit! Ich gratuliere auf diesem Weg noch einmal. Die jenigen welchen glücklichen, sie wissen schon. Es war ein nettes Fest. Aber beim Schäuble in Ehren, zeigen tu ich selbst derart gediegene Veranstaltungen nicht, denn heutzutage will ja jeder einen Balken vors Gesicht und eine Entstellung drum herum, wenn man Frau oder andere ins Netz stellen will. Daher bloß ein Detail:

Und ein Vorschlag, was man mit Feuer viel besser machen kann, als sich hustreizende Glimmstengel anzuzünden.

Dunkelschreiben
Zeilenreiben
Bücher klappen
und geschlossenäugig durch
mondende Landschaften
lenken
Fühlen statt denken
dAn 170308 MUC-Berlin
-dAn- - 21. Mär, 12:50














