Diarios Mexicanos

[Foto: Knödel]
Yesterday was the night.
Vernissage im Cafe des Haus der Eigenarbeit (HEi) am Ostbahnhof.
Ich danke allen Anwesenden herzlichst für das Kommen, Betrachten und das Lauschen! Nur durch Eure Anwesenheit wurde der Abend zu dem was er war: ein voller Erfolg.

[Foto: Knödel]
Gegen 19:30 begann Dr. Redler vom HEi mit der Einführung in das Haus und die Ausstellung. Dann war dAn gefragt. Vor wachsendem Publikum mit einem bezaubernden Damenanteil ging es von München über Mexico city nach San Blas, irgendwie nach Palenque und San Cristóbal de las casas, dann wieder zurück nach München.

[Foto: Knödel]
Premiere in der Kombination aus selbst geschossenem Bild - von pigture in die richtige Größe gebracht - und - von dAn ausgehangen und vorgetragen - Lyrik wie Prosa. Wiederholung angedacht und mit Freuden erwartet.
Etwaige Anfragen werden höchstwahrscheinlich mit einem ausrufenden JA! beantwortet.

Nach einigen Gläsern Wein in gesprächiger Runde im HEi war die Nacht noch jung. So ging es nach einem Abstecher in die Rakete unter stets bezaubernder Führung und speckbefreiten Kässpätzle im Johannis-Café sowie weiterem raketieren ins ebenfalls höchst gastfreundliche Pimpernel. Münchens Nachtleben und der Fußweg dazwischen von seiner interessanten Seite.

Einziges Makel: Die Aushölung des deutschen Rauchergesetzes. Aus Südtiroler Warte natürlich interessant ist die bessere Umsetzung einer zivilisatorischen Errungenschaft im Land wo die Zitronen blühn... Selten sowas.

Doch genug der Tagesreste. Bleibendes? Unschreibbar. Lyrik der letzten Tage? Unpassend. Prosa? Im Fundus fündig. Also zurück nach México. Doch das Saatgut kommt wohl eher aus mi Cuba linda.
Es wird mit Schweigen nicht besser!
So hat er geschrien und dann ordentlich auf den Tisch gehauen. Seine Frau ist zusammengezuckt und hat sich bekreuzigt. Sie war wohl halb eingeschlafen, während ich mit dem Dicken durch eine zähe Diskussion gewandert war. Bis zu diesem Punkt war ich mit jeder Frage gegen eine unsichtbare Gummiwand gezüngelt und konnte zwar einmal mehr und einmal weniger erraten, doch stets schmerzte dieser blinde Fleck, der hinter den langsam polternden Worten lag. Nun hatte er sich endlich entschieden auszuholen. Nun hatte er sich endlich entschieden meine dämlichen Fragen mit der harten Realität zu zerschmettern. Nun war ihm egal wieviele Ratten, Wanzen oder andere ungewollten Ohren seine Worte mitschnitten und aufnahmen wie Kraftfutter. Nun musste es raus und er schrie es mir recht unförmlich und mit viel Speichel ins Gesicht. Seine Angetraute vor dem Herrn versuchte zu stoppen was nicht zu stoppen war, zu dämpfen was nicht zu dämpfen war, zu verhindern was nicht mehr aufzuhalten war. Noch während ich in Speichel und Information badete, klopfte es bereits an der windigen Hüttentür und mir wurde klar, dass manche Sachen mit Schweigen zwar nicht besser werden, schlechter aber wohl auch nicht.
Lektion gelernt und durch das Badezimmerfenster gedrückt.
dAn 1741110907 México Puebla Stone

[La Habana Vieja 2007]
-dAn- - 5. Apr, 20:42














